Zuckerarme Ernährung senkt Risiko für Scheidenpilz-Erkrankungen
veröffentlicht am 07.10.2011

Eine zuckerarme Ernährung senkt das Risiko für Scheidenpilzinfektionen. "Eine Pilzinfektion der Vagina erfolgt in vielen Fällen durch Hefepilze, die vom Enddarm stammen. Eine zuckerreiche Ernährung fördert das Wachstum der Pilze im Darm, die dann über den After zur Scheide gelangen", erklärt Klaus König, Vizepräsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF).
Berlin - Eine zuckerarme Ernährung senkt das Risiko für Scheidenpilzinfektionen. "Eine Pilzinfektion der Vagina erfolgt in vielen Fällen durch Hefepilze, die vom Enddarm stammen. Eine zuckerreiche Ernährung fördert das Wachstum der Pilze im Darm, die dann über den After zur Scheide gelangen", erklärt Klaus König, Vizepräsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF).
Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten auf eine ballaststoffreiche Kost und den sparsamen Verzehr von Zucker könne also helfen, das Infektionsrisiko zu senken. "Wichtig ist zudem, bei der Toilettenhygiene darauf zu achten, sich keine Schmierinfektion zuzuziehen", rät König.
Candida-Infektionen seien nicht so ansteckend wie bakterielle oder virale Erkrankungen, in der Regel komme es nur dann zu einer Infektion, wenn die Pilze günstige Lebensbedingungen vorfänden, sagt er. "Durch hormonelle Veränderungen, Stress, Umwelteinflüsse, eine Immunschwäche oder die Einnahme von Antibiotika kann das Scheidenmilieu so gestört werden, dass vermehrt Pilzinfektionen auftreten." Möglicherweise müsse auch der Geschlechtspartner behandelt werden.
Weitere Risikofaktoren sei übertriebene Intimhygiene. Auch sollte nasse Badekleidung und verschwitzte Sportwäsche rasch gewechselt werden, um nicht durch längere Feuchtigkeit ein pilzfreundliches Milieu zu schaffen. (© AP)




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