EHEC-Epidemie geht wohl nicht auf Terroristen zurück
veröffentlicht am 04.06.2011

Der Linke-Politiker und Biologe Jan van Aken schließt einen terroristischen Hintergrund der EHEC-Epidemie aus. Die Entwicklung eines solchen Erregers im Labor übersteige die Möglichkeiten terroristischer Vereinigungen, sagte Fraktionsvize van Aken, der auch Gründer der Forschungsstelle Biowaffen der Universität Hamburg ist, am Samstag im Deutschlandradio Kultur.
Berlin - Der Linke-Politiker und Biologe Jan van Aken schließt einen terroristischen Hintergrund der EHEC-Epidemie aus. Die Entwicklung eines solchen Erregers im Labor übersteige die Möglichkeiten terroristischer Vereinigungen, sagte Fraktionsvize van Aken, der auch Gründer der Forschungsstelle Biowaffen der Universität Hamburg ist, am Samstag im Deutschlandradio Kultur.
"Die sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon an den ganz alten, einfachen, klassischen Biowaffen gescheitert." Bundesweit werden bisher 19 Todesfälle mit dem EHEC-Darmkeim in Verbindung gebracht.
Der Berliner Hygiene-Experte Klaus-Dieter Zastrow hatte am Freitag in einem dapd-Interview gesagt, er halte einen Anschlag für möglich. Der Chefarzt für Hygiene an den Vivantes-Kliniken sagte: "Es kann durchaus sein, dass ein Schwachkopf unterwegs ist und denkt, ich bringe mal ein paar Leute um oder verpasse 10.000 Leuten Durchfälle. Das aus dem Blickfeld zu nehmen, halte ich für einen Fehler und geradezu fahrlässig." Einen Terroranschlag hielt auch er aber für unwahrscheinlich. (© AP)




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