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Libyen-Krieg: Deutschland wirft Alliierten falsches Spiel vor!

veröffentlicht am 25.03.2011


Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel wirft den Alliierten Heuchelei im Kampf gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gadaffi vor. "Es ist schon bemerkenswert, dass gerade die Nationen munter in Libyen bomben, die noch Öl von Libyen beziehen", sagte der FDP-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Deutschland dagegen wolle offenbar als einziges Land einen absoluten Öl-Boykott.

 

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Berlin - Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel wirft den Alliierten Heuchelei im Kampf gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gadaffi vor. "Es ist schon bemerkenswert, dass gerade die Nationen munter in Libyen bomben, die noch Öl von Libyen beziehen", sagte der FDP-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Deutschland dagegen wolle offenbar als einziges Land einen absoluten Öl-Boykott.


Zugleich bestritt Niebel, dass es sich bei der Enthaltung Deutschlands zur UN-Resolution um ein Wahlkampfmanöver gehandelt habe. Eine Enthaltung sei im Wahlkampf viel schwieriger zu vertreten als eine Zustimmung, sagte der Minister. Die deutsche Position sei aber richtig, da im Vorfeld "nicht alle nichtmilitärischen Möglichkeiten ausgeschöpft worden" seien. Zudem gebe es keine politische Strategie für ein Libyen ohne Machthaber Muammar al-Gaddafi.


Niebel griff außerdem Bündnispartner Frankreich und EU-Außenministerin Catherine Margaret Ashton an. Deutschland sei von Frankreich "nicht konsultiert" worden, die Hohe Kommissarin habe "die Koordinierung der Außenpolitik suboptimal organisiert", kritisierte Niebel.  (© AP)



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