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BayernLB soll Millionen-Provision an Ecclestone gezahlt haben

veröffentlicht am 12.02.2011


Das Vermögen des inhaftierten früheren BayernLB-Vorstands Gerhard Gribkowsky könnte von der Landesbank selbst stammen. Beim Verkauf ihrer Formel-1-Anteile an einen Finanzinvestor zahlte die BayernLB offenbar 67 Millionen Dollar an den Chef der Rennserie, Bernie Ecclestone. Das geht aus Akten der BayernLB hervor, die der Münchner Staatsanwaltschaft vorliegen, wie die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagausgabe) berichtet.

 

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München - Das Vermögen des inhaftierten früheren BayernLB-Vorstands Gerhard Gribkowsky könnte von der Landesbank selbst stammen. Beim Verkauf ihrer Formel-1-Anteile an einen Finanzinvestor zahlte die BayernLB offenbar 67 Millionen Dollar an den Chef der Rennserie, Bernie Ecclestone. Das geht aus Akten der BayernLB hervor, die der Münchner Staatsanwaltschaft vorliegen, wie die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagausgabe) berichtet.


Demnach soll Ecclestone einen Teil des Geldes ausgerechnet an Gribkowsky weitergeleitet haben, der sich somit mit dem Geld des eigenen Arbeitgebers bereichert hätte. Gribkowsky war Anfang Januar verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn der Bestechlichkeit, Steuerhinterziehung und Untreue. Er soll im Zusammenhang mit dem Verkauf von Anteilen an einer Formel-1-Dachgesellschaft, für den er als BayernLB-Vorstand zuständig war, "für sein Entgegenkommen" 50 Millionen Dollar erhalten haben. Das Vermögen wurde zum großen Teil bereits beschlagnahmt.


Im Umfeld der Bank wird der Zeitung zufolge vermutet, dass die 50 Millionen Dollar aus den Zahlungen der BayernLB an Ecclestone und eine seiner Firmen stammen. Von den insgesamt 67 Millionen Dollar hat Ecclestone dem Bericht zufolge 40 Millionen Dollar dafür erhalten, dass er der Landesbank den Finanzinvestor CVC als Käufer der Formel 1 vermittelt habe. Die übrigen 27 Millionen seien an die Ecclestone-Firma Bambino Holding gegangen. Diese Firma soll damals noch offene Forderungen an die Dachgesellschaft der Formel 1 gehabt haben.


Nach "Spiegel"-Informationen wird zudem gegen Gribkowskys ehemaligen Anwalt Gerald Toifl ermittelt. Der Jurist solle Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben, heißt es dem Nachrichtenmagazin zufolge in Justizkreisen. Toifl habe seinem Ex-Mandanten womöglich geholfen, Bestechungsgelder von Ecclestone am deutschen Fiskus vorbeizuschleusen. Dafür soll eine österreichische Stiftungskonstruktion genutzt worden sein. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte Ermittlungen gegen Toifl allerdings nicht bestätigen.  (© AP)



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