Weg an die Weltmarktspitze kann Generationen dauern

veröffentlicht am 24.01.2011


Für viele Unternehmen kann der Weg bis zur Weltmarktspitze nach Einschätzung von Experten Generationen dauern. Vor allem der langfristig orientierte Einsatz von Kapital ermögliche die Eroberung von globalen Marktsegmenten, sagte der Herausgeber des "Lexikons der deutschen Weltmarktführer", Bernd Venohr, im dapd-Interview. Als Weltmarktführer gilt laut dem Firmenberater ein Unternehmen, dessen Produkte im globalen Wettbewerb eine Spitzenposition einnehmen.

 

Kommentare: 0

 

Schwäbisch Hall - Für viele Unternehmen kann der Weg bis zur Weltmarktspitze nach Einschätzung von Experten Generationen dauern. Vor allem der langfristig orientierte Einsatz von Kapital ermögliche die Eroberung von globalen Marktsegmenten, sagte der Herausgeber des "Lexikons der deutschen Weltmarktführer", Bernd Venohr, im dapd-Interview. Als Weltmarktführer gilt laut dem Firmenberater ein Unternehmen, dessen Produkte im globalen Wettbewerb eine Spitzenposition einnehmen.


Rund 70 Prozent der 1.500 deutschen Weltmarktführer befinden sich laut Venohr heute in Familienbesitz. Diese Besitzverhältnisse stellten eine wichtige Basis für eine nachhaltig ausgerichtete Unternehmenspolitik dar. Dabei seien möglichst hohe Gewinne nicht das oberste Unternehmensziel, sondern vor allem das Ergebnis einer überragenden Marktleistung.


Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die deutschen Weltmarktführer sei die Fokussierung auf eine Marktnische. Typisch hierfür seien qualitativ hochwertige und genau auf den Kundenbedarf zugeschnittene Produkte und Dienstleistungen, sagte Venohr. Hauptverkaufsargument sei dabei aber der Wert und nicht der Preis, betonte er. Um diese Leistungen zu erbringen, bräuchten die führenden Mittelständler meist eine große Innovationskraft, weshalb die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in diesen Firmen oft doppelt so hoch seien wie international branchenüblich.


Als weiterer Erfolgsfaktor komme ein "langer Atem" beim Aufbau weltweiter Vertriebs- und Servicenetze hinzu. "Bevorzugt wird - wann immer möglich - der direkte Kundenkontakt über eigene Niederlassungen", sagte Venohr. Deshalb hätten sich viele Mittelständler in den vergangenen Jahren stark internationalisiert und seien heute in allen wichtigen Märkten mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten. Schließlich entstünden Produktinnovationen sehr oft nicht aus der wissenschaftlichen Grundlagenforschung heraus, sondern durch das Lösen praktischer Kundenprobleme, fügte er hinzu.  (© AP)



Schreiben Sie ein Kommentar! 

Kommentar zum Thema "Weg an die Weltmarktspitze kann Generationen dauern"

  Max. 25 Zeichen
 
 
 
  Sicherheitscode

Nur Kleinbuchstaben und Zahlen

 
 

 

Twitter