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Spanien fordert freie Berichterstattung aus Westsahara

veröffentlicht am 12.11.2010


Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero hat Marokko aufgefordert, die Berichterstattung ausländischer Journalisten über die Unruhen in der Westsahara nicht zu behindern. Am Rande des G-20-Gipfels sagte er am Freitag in Seoul, "wir arbeiten ständig mit Marokko zusammen, damit das Recht auf Information in Laayoune und überall sonst ausgeübt werden kann." Dabei sagte er auch, Spanien sei wegen der Ereignisse in seiner ehemaligen Kolonie Westsahara und deren Hauptstadt Laayoune tief besorgt.

 

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Madrid - Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero hat Marokko aufgefordert, die Berichterstattung ausländischer Journalisten über die Unruhen in der Westsahara nicht zu behindern. Am Rande des G-20-Gipfels sagte er am Freitag in Seoul, "wir arbeiten ständig mit Marokko zusammen, damit das Recht auf Information in Laayoune und überall sonst ausgeübt werden kann." Dabei sagte er auch, Spanien sei wegen der Ereignisse in seiner ehemaligen Kolonie Westsahara und deren Hauptstadt Laayoune tief besorgt.


Am Montag lösten Sicherheitskräfte unter Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern ein Zeltlager von Demonstranten auf, die gegen die schlechten Lebensbedingungen der Sahrauis protestieren wollten. Dabei und bei den anschließend in Laayoune ausgebrochenen Unruhen kamen Berichten zufolge 19 Einheimische und acht Polizisten ums Leben. Einer der Toten habe die spanische Staatsbürgerschaft besessen, teilte das Außenministerium in Madrid mit. Man habe die marokkanischen Behörden um Aufklärung gebeten, hieß es.


Ausländischen Journalisten wurde der Zugang nach Laayoune verwehrt. Drei spanische Radiojournalisten wurden in der Stadt festgenommen und warteten nach Angaben ihres Arbeitgebers zunächst auf ihre Abschiebung.


Die Westsahara wurde nach dem Abzug der spanischen Kolonialmacht 1975 zwischen Marokko und Mauretanien aufgeteilt. Marokko besetzte aber das gesamte Territorium, nachdem sich Mauretanien 1979 zurückgezogen hatte. Die Befreiungsbewegung Polisario nahm daraufhin den bewaffneten Kampf auf, der 1991 mit einem von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenstillstand endete. Die Polisario tritt für die Unabhängigkeit der rohstoffreichen Region ein.  (© AP)



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