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26. November 2009

Chirurgen diskutieren OP-Methoden für Geschlechtsumwandlungen



München - Neue Operationstechniken zur Geschlechtsumwandlung transsexueller Menschen stehen im Mittelpunkt eines Medizin-Kongresses in München. In Live-Operationen und in Foren wollen gut ein Dutzend Spezialisten am Freitag und Samstag Erfahrungen zu neuen Methoden austauschen. Frauen und Männer, die sich jeweils dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen, stellen die Medizin vor besondere Herausforderungen.

«Das ganze ist kein Witz, sondern seriös», erklärte am Donnerstag der Münchner Chirurg Jürgen Schaff, der den Kongress ins Leben gerufen hat. Der Mediziner hat nach eigenen Angaben bereits 4.000 Mann-zu-Frau und Frau-zu-Mann-Operationen durchgeführt. «In beide Richtungen machen wir etwa 300 Operationen pro Jahr», erklärte Schaff.

Manche Transsexuelle bräuchten nicht nur Hormone, sondern plastische Operationen, um glücklich zu werden. Neben dem Wissensaustausch sei es auch Ziel des Kongresses, Grundlagen für eine verbesserte Ausbildung junger Chirurgen zu schaffen, sagte Schaff. Er betonte, einem operativen Eingriff gingen mehrere Gutachten voraus, in denen Psychologen unabhängig voneinander bestätigen, dass die Patienten wirklich transsexuell sind und nicht etwa schizophren.

Transsexuellen könne eine Operation das Leben deutlich erleichtern. «70 Prozent sind so unglücklich mit ihrem Zustand, dass sie irgendwann versuchen, eigenmächtig etwas an ihrem Körper zu verändern», berichtete Schaff. Nach einer Operation sinke das Selbstverstümmelungs- und Suizidrisiko. weiterlesen >>





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