Zweieinhalb Jahre Haft für Kindesentführer gefordert
veröffentlicht am 09.02.2012

Der wegen der Entführung seiner Kinder nach Ägypten angeklagte Familienvater soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft zweieinhalb Jahre in Haft. Staatsanwalt Lars Janßen hielt dem Angeklagten am Donnerstag vor, sich "in dreister und eigensinniger Weise über Recht und Gesetz hinweggesetzt" und seine Kinder "mit List" entführt zu haben. Es gebe im Rechtsstaat "kein Recht zur Selbstjustiz auch nicht mit Bezug auf die Bibel".
Lüneburg - Der wegen der Entführung seiner Kinder nach Ägypten angeklagte Familienvater soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft zweieinhalb Jahre in Haft. Staatsanwalt Lars Janßen hielt dem Angeklagten am Donnerstag vor, sich "in dreister und eigensinniger Weise über Recht und Gesetz hinweggesetzt" und seine Kinder "mit List" entführt zu haben. Es gebe im Rechtsstaat "kein Recht zur Selbstjustiz auch nicht mit Bezug auf die Bibel".
Im Tagesverlauf sollte noch ein Urteil gegen den 38-Jährigen fallen. Dieser hatte seine Kinder von seiner getrennt lebenden Frau am Ostermontag 2011 abgeholt und war mit ihnen nach Ägypten und in den Sudan gereist. Kurz zuvor hatte er das Sorgerecht für die Kinder verloren. Die Mädchen und Jungen wurden nach 136 Tagen im Ausland befreit und kehrten wohlbehalten zur Mutter zurück. (© AP)
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