Kinder sollen in Wien absichtlich mit Malaria infiziert worden sein
veröffentlicht am 06.02.2012

Österreichische Experten untersuchen die Vorwürfe zweier Männer, sie seien als Heimkinder zur Behandlung psychischer Krankheiten absichtlich mit Malariaerregern infiziert worden. Das Wiener Allgemeine Krankenhaus und die Universitätsklinik Wien kündigten eine Untersuchung an, nachdem einer der Männer im österreichischen Fernsehen aussagte, ihm sei mit Malariaerregern verunreinigtes Blut gespritzt worden. Nach der Ausstrahlung des Beitrags meldete sich ein zweiter Mann mit einer ähnlichen Geschichte.
Wien - Österreichische Experten untersuchen die Vorwürfe zweier Männer, sie seien als Heimkinder zur Behandlung psychischer Krankheiten absichtlich mit Malariaerregern infiziert worden. Das Wiener Allgemeine Krankenhaus und die Universitätsklinik Wien kündigten eine Untersuchung an, nachdem einer der Männer im österreichischen Fernsehen aussagte, ihm sei mit Malariaerregern verunreinigtes Blut gespritzt worden. Nach der Ausstrahlung des Beitrags meldete sich ein zweiter Mann mit einer ähnlichen Geschichte.
Der erste Mann wurde seiner Aussage nach 1964 in der Uniklinik behandelt, nachdem bei ihm mit 16 Jahren eine psychopathische Störung diagnostiziert worden war. Anschließend habe er zwei Wochen lang hohes Fieber gehabt und jahrelang unter wiederkehrenden Schüben von Fieber und Schüttelfrost gelitten. Ein damals am Klinikum beschäftigter Psychiater bestätigte, dass solche Injektionen verabreicht wurden. (© AP)
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